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Adrian Meronk gewinnt die Dunhill Links: LIV-Profi triumphiert in St Andrews – mitten in der Krise seiner Liga

Adrian Meronk gewinnt die Alfred Dunhill Links Championship mit 20 unter Par, zwei Schläge vor Niklas Nørgaard und Casey Jarvis. Für den Polen ist es der erste Sieg auf der DP World Tour seit seinem Wechsel zu LIV Golf – neun Tage vor der Frist, die über die Zukunft seiner Liga entscheidet.

Adrian Meronk gewinnt die Alfred Dunhill Links Championship mit 20 unter Par, zwei Schläge vor Niklas Nørgaard und Casey Jarvis. Für den Polen ist es der erste Sieg auf der DP World Tour seit seinem Wechsel zu LIV Golf – neun Tage vor der Frist, die über die Zukunft seiner Liga entscheidet.

Die 63 vom Samstag war der Schlüssel

Den Grundstein hatte Adrian Meronk am Samstag gelegt: Mit einer 63 in Kingsbarns spielte er sich von Platz 13 in die Schlussgruppe. Auf dem Old Course in St Andrews folgte am Sonntag eine 68, insgesamt 268 Schläge und 20 unter Par. Vier Löcher vor Schluss führte er mit drei Schlägen, ein Bogey brachte Casey Jarvis noch einmal bis auf einen Schlag heran. Doch der Südafrikaner, der als Führender in den Tag gegangen war, gab auf der Schlussstrecke selbst einen Schlag ab und hätte am 18. Loch ein Eagle gebraucht, um Meronk ins Stechen zu zwingen. Es blieb beim Par.

Jarvis teilt sich mit 18 unter Par den zweiten Platz mit dem Dänen Niklas Nørgaard, der mit einer 68 ins Clubhaus kam. Michael Stewart und Tommy Fleetwood (64 am Sonntag) wurden mit 17 unter Par geteilte Vierte, Brooks Koepka und Titelverteidiger Robert MacIntyre folgen bei 16 unter Par. Alle Ergebnisse im Leaderboard, den Turnierverlauf im Liveticker.

Ein LIV-Spieler gewinnt – mitten in der LIV-Krise

Meronks Sieg hat eine Pointe, die über das Turnier hinausreicht. Der Pole spielt seit Anfang 2024 für LIV Golf, zuletzt im Team von Martin Kaymer, den Cleeks. Seine Liga hat am 8. September in den USA Gläubigerschutz nach Chapter 11 beantragt. Erst heute meldete LIV, dass genug Spieler mündlich zugesagt hätten, um die Restrukturierung mit dem Finanzinvestor BC Partners zu ermöglichen. Am 7. Oktober geht das Verfahren vor Gericht weiter, bis zum 13. Oktober müssen aus den Zusagen Unterschriften werden. Ob Meronk zu den Spielern gehört, die bereits zugesagt haben, ist öffentlich nicht bekannt.

Dass die Zukunft der Liga unklar ist, war in St Andrews schon vor dem ersten Abschlag zu spüren: So viele LIV-Spieler wie nie standen im Feld, Koepka landete in den Top Ten. Meronk ist nicht der erste von ihnen, der auf der DP World Tour gewinnt – Tyrrell Hatton hatte Anfang 2025 die Dubai Desert Classic geholt –, aber der erste, dem das gelingt, während seine Liga um ihr Überleben kämpft.

Vierter Titel auf der DP World Tour

Für Meronk ist es der vierte Sieg auf der DP World Tour nach der Irish Open 2022, der Italian Open 2023 und der Australian Open 2023. Damals blieb ihm trotz dieser Erfolge ein Platz im europäischen Ryder-Cup-Team verwehrt, wenige Monate später wechselte er zu LIV Golf. Zehn Jahre nach seinem Profi-Debüt, das er bei eben diesem Turnier gegeben hatte, steht er nun in St Andrews ganz oben.

Straka und Paul beste Deutschsprachige

Für die deutschsprachigen Spieler war am Sonntag nicht mehr viel zu holen. Sepp Straka, nach Runde drei noch Siebter, fiel mit einer 74 auf den geteilten 23. Platz zurück (11 unter Par). Dort steht auch Jeremy Paul, der mit einer 68 die beste Schlussrunde der Deutschen spielte. Freddy Schott wurde mit 8 unter Par geteilter 42. Marcel Siem, Thomas Rosenmüller und Joel Girrbach hatten den Cut nach drei Runden verpasst.

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Originalquelle: www.golfpost.de →